Hundekunde

 

 Enzo von den Dülmener Wildpferden

  Enzo von den Dülmener Wildpferden  
Befehle
Fellpflege
Ein Schal aus Hundewolle

Anmerkung:

 Wenn sie einen Welpen haben, besuchen sie eine Welpenschule. Dort lernt ihr Hund den Umgang mit anderen Hunden und sie lernen viel über ihren Hund.


Tipps für die Rangfolge:

 Alle Familienmitglieder sollten sich daran halten:
Wer ist der Chef?
Sie sollten in der Rangfolge immer an erster Stelle stehen. Das erleichtert auch die Befolgung von Befehlen.

Räumen Sie ihrem Hund Zuhause Privilegien ein, dann wird er sich draußen denken:“ Zuhause darf ich so viel, warum soll ich dann hier hören“ (Wer ist der Chef?).

 

 
 
     

Lassen Sie ihren Hund zu Hause nicht auf eine erhöhte oder gleich hohe Position wie sie selbst (Sofa).
In der Rangfolge soll der Hund immer unter ihnen sein.
Fordert er sie zum Spielen auf ist es zwar ganz toll aber wenn sie mitmachen hat er sie in dieser Situation in der Rangfolge unter sich gebracht. Das heißt sie sollten es erst einmal ignorieren und dann anfangen zu spielen wenn Sie es wollen. Das Spiel beenden sollten auch sie nicht der Hund (Wer ist der Chef?).

Das ist zwar schwierig aber man soll immer aufhören wenn es am schönsten ist. Wenn ihr Hund im Wege liegt, steigen sie nicht drüber sondern lassen Sie ihn aufstehen und den Weg frei machen.
Sonst hat er gezeigt: hier bin ich Chef.

Er sollte auch nicht als Erstes aus dem Hause gehen oder als Erstes wieder ins Haus hinein.
Denn der Rangfolge nach steht er ja unter ihnen.
An engen Stellen sollte der Hund ihnen den Vortritt lassen. Genauso wie auf der Treppe (Wer ist der Chef?).


Füttern Sie niemals vom Esstisch sonst kriegen Sie das Problem das der Hund ständig um Futter bettelt wenn sie am Essen sind. Gegen Sie ihm sein fressen wenn sie fertig sind.Wenn er sie anbettelt weil er etwas will, ignorieren Sie es. Schenken Sie ihm jetzt Aufmerksamkeit indem Sie z. B. " Nein " sagen oder " sei ruhig ", dann hat er damit erreicht das sie darauf aufmerksam wurden und er wird es wieder versuchen (Wer ist der Chef?).

Anspringen und auffordern zum Spielen vom Hund, wenn man es nicht will, entgegnet man indem man sich wortlos und ohne Geste herumdreht und dem Hund den Rücken zeigt (Wer ist der Chef?).

Fremde sollten ihrem Hund keine Leckerlies geben. Sonst läuft er später zu anderen Personen hin und bettelt Sie an. Das kann dann besonders unangenehm werden.

Stubenreinheit:
Wenn sie von jemandem gehört haben dessen Welpe würde schon in der 12. Woche Stubenrein sein, dann wird er wohl alle zwanzig Minuten mit ihm nach draußen gehen. Aber im Ernst. Bei dem einen oder anderen Hund geht es eben schneller oder auch nicht. Man sollte zirka alle zwei Stunden mit dem Hund nach draußen gehen. Bei dem einen oder anderen auch jede Stunde oder auch mal alle drei Stunden. Wenn er einmal ins Haus macht, sollten sie ihn nicht verunsichern indem sie ihn bestrafen. Sonst macht er später wenn er einmal alleine ist, in die Wohnung, weil er ja weiß ich kann nicht bestraft werden. Sagen Sie ruhig einmal Pfui aber gehen sie sofort mit ihm nach draußen. Genauso sollten sie sofort nach draußen gehen nachdem der Welpe ausgeschlafen hat oder sofort nach dem fressen. Die Bestrafung mit der Zeitung, was man doch immer wieder einmal von jemandem hört, sollte man auch vermeiden. Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.


Leinenenführigkeit:
Nehmen Sie ihren Hund an eine normale Leine. Zieht er an der Leine bleiben sie stehen bis er keinen zug mehr ausgeübt. Dann gehen sie weiter. Die Übung erfordert viel Geduld. Führen Sie sie konsequent durch haben sie nach sechs Wochen einen Leinenführigen Hund. Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

Straßenüberquerung.
Bleiben sie am Kantstein stehen und lassen den Hund Sitz machen. Mit einem Kommando z. B. "rüber", überqueren Sie die Straße. Führen Sie dies konsequent an jeder Straße durch. Der Hund wird dann später nicht allein über eine Straße laufen.
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.


Befehle die Ihr Hund können sollte:

Die Akustischen Befehle sind nicht an die folgenden „Wörter“ gebunden.
Für jeden Befehl kann auch ein anderes Wort verwendet werden.

Nein:
Nein ist ein Verbot, das immer Bestand hat. Es darf heute mit dem Befehl nein nicht verboten werden, was morgen wieder erlaubt ist. Familienmitglieder müssen sich auch daran halten. Nein ist ein lauter und strenger Befehle für eine aktuelle Situation. Er muss unbedingt befolgt werden. Werfen der Leine oder Kette, erschrecken sowie ein Schnauzengriff sind hier, um Nachdruck zu verleihen, gerechtfertigt.
Handzeichen: Kopfschütteln oder am Hund Nackengriff oder Schnauzengriff.

Komm:
Der Befehl sollte für ihren Hund eine Freude sein. Falls ihr Hund zu langsam auf sie zukommt, gehen sie in die Hocke oder öffnen die Arme und rufen freudig komm. Vergessen Sie anschließend nicht ihn ausreichend zu loben. Benutzen sie zu dem Befehl, bitte nicht gleichzeitig dem Befehl hier. Der Befehl hier ist ein absoluter Befehl.
Handzeichen: Pfeifen, oder auf den Oberschenkel klopfen.
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

Hier:
Ein Befehl der in strengem Ton gegeben wird. Der Hund sollte sich auf direktem Weg zu ihnen bewegen.
Handzeichen: der Zeigefinger zeigt zum Boden.
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

Sitz.
Der Hund muss auch in einiger Entfernung von ihnen auf Befehl Sitz machen.
Handzeichen: der erhobenen Zeigefinger
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

Platz.
Üben Sie Sitz und Platz zusammen. Es dient zur Gefahrenvermeidung für ihren Hund und sollte auch aus weiter Entfernung funktionieren.
Handzeichen: die flache Hand bewegt sich nach unten.
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

Bleib.
Der Befehl wird gegeben im Zusammenhang mit dem Sitz oder dem Platz.
Handzeichen: die erhobene Hand in Höhe der Brust.
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

Fuß.
Mit Leine oder ohne Leine. Links aus dem Sitz. Der Hund sollte den Kopf in Kniehöhe haben, an ihrer linken Seite gehen und aufmerksam zu ihnen aufschauen. Der Hund sitzt links neben ihnen dicht am Bein. Beim losgehen setzten sie den linken Fuß zuerst und beim anhalten soll sich der Hund wieder dicht an ihrem Bein hinsetzen. Beim Fuß gehen verändern Sie auch mal ihre Geschwindigkeit. Mal schnell, mal normal, mal langsam. Dabei sollte der Hund immer aufmerksam zu ihnen aufschauend mit seinem Kopf auf Kniehöhe laufen.
Bei der Kehrtwendung drehen Sie sich zu dem Hund entgegen des Uhrzeigersinnes. Zügiges weitergehen ist hierbei erforderlich damit der Hund nicht anderweitig abgelenkt wird. Beim Gehen ohne Leine sollte der Hund immer leichten Körperkontakt zu ihnen haben.
Auflösen des bei Fuß laufen: Sagen Sie z. B. " geh spielen" .
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

Aus.
Der Befehl wird mit strengem Ton gegeben. Er dient zum Loslassen von Gegenständen oder auch zum Unterbinden von Raufereien.
Handzeichen: die flache Hand nach oben halten.
Für gute Leistung das loben oder belohnen nie vergessen.

O K.
oder ein Begriff ihrer Wahl. Er dient zur Freigabe des Futters.
Erst nach diesem Kommando darf er zu seinem Futter. Sie vermeiden dadurch unkontrolliertes Essen von Dingen die er nicht zu sich nehmen sollte. Üben Sie es bitte nicht mit Trinkwasser denn der Hund sollte jederzeit trinken dürfen.

Auflösen von Befehlen.
Suchen Sie sich einen Begriff aus, damit der Hund z. B. aus dem Sitz oder Platz sich wieder frei bewegen darf. Wählen sie ihn aber mit bedacht. Sonst kann es passieren dass der Hund neben ihnen sitzt, sie unterhalten sich mit jemanden, benutzen dieses Wort und der Hund läuft plötzlich davon weil sie ihn freigegeben haben und er irgendwo etwas äußerst interessantes gesehen hat.

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